Der zweite Kulturschock – Die vorerst letzte Wortmeldung

Seit rund einer Woche bin ich wieder in München. Und ganz langsam komme ich wieder in dieser Welt an. Ich hatte nicht gedacht, dass eineinhalb Monate in Nepal einen so starken Eindruck bei mir hinterlassen würden.

Ich bin aus vielen Gründen nach Nepal gefahren. Ganz vorne stand das Bestreben, Abstand vom Unglücklichsein zu bekommen, dass mich in den letzten Monaten, wenn nicht Jahren, vor allem in beruflicher Hinsicht begleitet hat. Auch wollte ich mir beweisen, wie viel Kraft und Energie noch in mir steckt und gleichzeitig meine Batterien wieder aufladen, damit ich hier wieder neu durchstarten kann. Und natürlich wollte ich mit dem Praktikum einen weiteren, mir eine neue Perspektive verschaffenden Baustein in meinen Lebenslauf einzufügen. All diese Hoffnungen und Erwartungen haben sich erfüllt oder sind auf dem Weg dorthin.

Aber vieles, das ich gesehen und erfahren habe, hat mich auch überrascht: Ich habe erleben dürfen, dass ich auch jenseits aller Fassaden, in jeder Hinsicht ungeschminkt und roh, gemocht und geschätzt werde. Und dass Zuneigung und Vertrautheit unabhängig sind von sprachlicher Kommunikation. Ich habe gelernt, dass ich nicht immer alles kontrollieren muss, dass ich mich auch zurücklehnen und Dinge geschehen lassen darf – und dennoch alles gut wird. Anders als gedacht, aber gut. Und das Allerwichtigste: Dass ich, wir alle, die wir hier leben, jeden Moment glücklich und dankbar sein müssen, dass es uns so gut geht.

Wir – ich inklusive – jammern hier sehr oft auf sehr hohem Niveau und stilisieren Dinge zu existentiellen Problemen, die bei genauerer Betrachtung eigentlich unglaublich banal sind. Ich will hier nicht den Moralapostel raushängen lassen. Dazu eigne ich mich überhaupt nicht und auch mich hat hier das Wohlfühlleben in vielen Aspekten ganz schnell wieder eingeholt. (Heißes und sauberes Wasser rund um die Uhr verfügbar – Halleluja!). Auch würde ich auf all diese Annehmlichkeiten nur ungern verzichten. 

Aber konfrontiert mit dem Vorweihnachts-Wahnsinn, der inzwischen ausgebrochen ist, stelle ich mir momentan schon die Frage: In welcher Welt leben wir eigentlich?

Vermutlich empfinde ich diesen inversen Kulturschock in einigen Wochen schon wesentlich weniger. Vielleicht habe ich ihn auch schon komplett verdaut und kuschle mich wieder in meine Welt ein und Nepal wird zu einer schönen, aber bereits fernen und exotischen Erinnerung. Ich wünsche mir aber für mich, dass Letzteres nicht passiert. Und ich hoffe, dass ich nicht das letzte Mal in Nepal gewesen bin.

Damit beende ich nun diesen Blog. Ich danke Euch allen, dass Ihr ihm so interessiert gefolgt seid und mir immer wieder so positive Rückmeldung gegeben hat. Vielleicht finde ich ja ein neues Thema, mit dem ich Euch „beglücken“ kann. Wir werden sehen.

Alles Liebe

Barbara

Der Nepal-Filter

Bevor ich morgen die Heimreise antrete, möchte ich die Gelegenheit nicht verpassen, Euch noch einen in den letzten fünf Wochen sehr lieb gewonnen Freund und treuen Begleiter vorzustellen: den Nepal-Filter.

Der Nepal-Filter funktioniert wie eine Brille: Man setzt ihn auf und die Welt sieht anders aus. Die Kanten werden weicher, der alltägliche Wahnsinn verwandelt sich in angenehmes Chaos. Mit dem Nepal-Filter vor Augen lebt man gelassener, entspannter.

In den vergangenen rund sechs Wochen war ich fast täglich mit Situationen konfrontiert, in denen meine Erwartungen nicht erfüllt wurden (Praktikum; Terminabsprachen; Versprechungen ganz allgemein). Hier kann es passieren, dass man sich auf eine Tour zum Everest freut und dann am Fuße des Annapurna landet. Ohne dem Weichzeichner vor Augen würde man sich vielleicht ärgern, mit Nepal-Filter auf der Nase zuckt man mit den Schultern und genießt dann die Aussicht.

Wer hier leben und überleben möchte, der muss bereit sein zu improvisieren und den Moment zu genießen. Ohne darüber nachzudenken, was man eigentlich geplant hatte.

Den Nepal-Filter habe ich auch hinsichtlich der hiesigen Lebensumstände aufgesetzt, Diese unterscheiden sich nicht nur massiv von dem, was ich bisher kannte, sondern haben mich auch mitunter bis ins Mark erschüttert. Angefangen bei der allgegenwärtige Armut und den zum Teil mittelalterlichen Lebensbedingungen (die nicht nur in „the village“ existieren) bis zum achtlosen Umgang mit der Natur und deren Lebewesen – Hunde und Katzen genauso wie Menschen.

Der Nepal-Filter hat mir geholfen, die Grundgelassenheit zu entwickeln, die man braucht, um hier glücklich leben zu können. Natürlich, in mancher Hinsicht mag man meine Haltung mit der Vogel-Strauß-Taktik verwechseln, aber für mich war es manchmal bitter nötig, den Filter aufzusetzen. Mein Herz wäre sonst zerrissen.

Morgen werde ich wieder nach Hause zurückkehren. Aber in vielerlei Hinsicht werde ich nicht mehr der Mensch sein, der ich war, als ich Mitte Oktober zu meinem großen Abenteuer aufgebrochen bin. Nepal hat mich verändert und ich bin gespannt, wie viel von dem, was ich hier gelernt und erfahren habe, mir auch in der Heimat erhalten bleibt. Auf jeden Fall hoffe ich, dass ich den Nepal-Filter auch in München immer wieder aufsetzen kann, wenn die Dinge mal wieder nicht so laufen, wie ich sie gerne hätte. Ob es mir gelingt, könnt Ihr ab nächster Woche „live“ erleben.

In diesem Sinne: Namaste!

Trekking versus dreckig

Nagelpflege geht immer ;o)

Eine ganze Weile ist er schon her, mein letzter Beitrag. Dies ist vor allem der Tatsache geschuldet, dass ich mich für einige Tage ins nepalesische Hinterland aufgemacht habe, um außer dem Moloch Kathmandu noch weitere Eindrücke zu sammeln. Und das ist gelungen – in jeder Hinsicht.

Trekking gehört in Nepal zum guten Touristen-Ton und entsprechend wollte auch ich mich nicht der Möglichkeit berauben, meiner Wanderlust (so vorhanden) hemmungslos nachzugeben. Zusammen mit fünf Volos und einer wechselnden Anzahl Guides ging es auf gen „the Village“. (Einen genauen Ortsnamen konnte ich bisher nicht herausfinden. In Ermangelung von Ortsschildern – von Straßen ganz abgesehen – besteht aber durchaus die Möglichkeit, dass diese Ansammlung von Häusern gar keine nähere Bezeichnung hat.)

Kurzbeschreibung der Tour: Treppensteigen – Hinfallen –  Zeitreise ins Mittelalter in „the Village“ – Hängebrücken – Baba wird zur Bergziege – Hinfallen – panthomimisches Darstellen des Begriffs „Blasenentzündung“ beim örtlichen Medicus – weitere Übernachtung im Naturburschen-Elysium – Reisfelder – spektakuläres Bergpanorama – „wieder eine Klitsche!“ (aber mit warmen Wasser)

Nein, ich möchte hier nicht den Eindruck erwecken als sei die Tour furchtbar gewesen. Aber würde ich behaupten, ich möchte sie wieder machen, würde ich lügen. Was aber vor allem folgenden Umständen geschuldet ist:

a) Der Hauptguide war eine Pfeife. Wie kann man bitte einem mäßig wandererfahrenem Mitteleuropäer ernsthaft weißmachen, dass Turnschuhe für eine Tour vollkommen ausreichend sind?! (Wären sie es, hießen sie vermutlich „Tourschuhe“…. Ja, ok, der Witz war flach.)

b) Nennt mich verzogen, aber mit Stirnlampe nachts einmal quer über den Acker zu laufen, um die Toilette (ein Loch im Boden mit einer verrosteten mit Wasser gefüllten Dose als Spülungsersatz) zu besuchen ist für meinen Geschmack einfach zu vorsintfluchtlich. Und wenn ich mal den Punkt erreiche, wo ich abendliches Zähneputzen als vollkommen überbewertet erachte, dann bin ich an meinem persönlichen hygienischen Bodensatz angekommen.

Wirklich, landschaftlich ist Nepal ein Traum. Und die Menschen sind, auch und gerade auf dem Land, noch um einiges freundlicher als in der Stadt. Aber „Drecking“ ist einfach nicht meine Baustelle.

Insofern war ich sehr, sehr, sehr froh, nach einem kurzen Schwenk über Kathmandu weiter in Richtung Pokhara zu fahren (9 Stunden per Bus für 200 km!). Vier Tage in dieser idyllischen Stadt, die beinahe so etwas wie Adria-Flair verströmt, in Verbindung mit diversen Cocktails und lang vermissten kulinarischen Leckereien (Steak!) haben mich wieder mit der Welt versöhnt. Auch wenn es dort vorwiegend geregnet hat. Nichts kann so schlimm sein wie „The Village“.

[An dieser Stelle einen herzlichen Dank an Judith und (Pöbel-)Walter, denen ich nicht nur einen Lach-Muskelkater zu verdanken habe, sondern auch die Tatsache, dass ich nicht irgendwann auf halbem Weg komplett eskaliert bin und mich die Reisterrassen hinunter geworfen habe.]

Schneewittchen und die sieben Zwerge – Size does matter

Auch heute habe ich wieder zwei amüsante Busfahrten quer durch die Stadt hinter mich gebracht und bin wieder zu dem Schluss gekommen: Ich bin einfach zu groß für dieses Land!

Meine Knie sind mittlerweile mit blauen Flecken übersät und wenn ich die Beule unter meinem Haupthaar so anfasse, habe ich den Eindruck, dass mir ein inzwischen ein kleiner zweiter Kopf wächst. Ist aber auch kein Wunder, denn ich haue mir hier wirklich permanent und überall den Kopf und die Knie an.

Das geht schon los am Eingangstor meines Zuhauses. Eisen, blau lackiert und mit einem putzigen kleinen Törchen, durch das man in den Vorgarten kommt. Ich glaube, ich habe eine Woche und viele schmerzhafte Erinnerungen gebraucht, bis ich endlich intus hatte, dass ich mich beim Eintreten bücken muss.

Besonders bewusst wird mir die Größenproblematik im Bus: Meistens habe ich ja Glück und ergattere einen Sitzplatz. Nur sind die Abstände zwischen den Sitzreihen hier sehr, seeehr überschaubar. Entsprechend muss ich versuchen, meine Füße irgendwie in dem Zwischenraum „geparkt“ zu bekommen. Eine entspannte Sitzhaltung sieht auf jeden Fall anders aus. Und wenn dann wieder ein unvermeidliches Schlagloch kommt – oder eine unmotivierte Bremsaktion von Seiten des Busfahrers – dann rammen meine Knie gegen die nur dürftig mit Stoff bespannte Holzplatte alias Rückenlehne des Vordermannes. Inzwischen muss ich aber wenigstens nicht mehr aufjaulen. Der Schmerz ist mir zu einem vertrauten Freund geworden.

Ich bin ja nun mit meinen – sehr großzügig geschätzten – 1,72 cm wahrlich kein Riese, aber angesichts der durchschnittlichen Körpergröße der Nepalis (laut Internet liegt diese bei Männern bei 1,63 m) muss ich den Menschen hier wie ein Fabelwesen vorkommen. Oder wie die weibliche Version des Waschmittelmannes: der weiße Riese. Zumindest lassen die interessierten Blicke und auch das Lachen im Bus, wenn ich, wie heute, nur gebückt im Mittelgang stehen kann und mir trotzdem bei jedem Schlagloch den Schädel anhaue, darauf schließen.

Tuktukfahren ist übrigens auch immer wieder ein besonderes Erlebnis. Nicht nur, dass sich immer unfassbare Menschenmengen in diesen Klapperkisten ansammeln (von mir bisher gezählte Höchstanzahl: 14 Personen hinten, drei Passagiere vorne) und man dann irgendwie übereinander und aufeinander Platz finden muss, nein! Diese Vehikel sind so niedrig, dass ich mich beim Aussteigen nur in gebückter Haltung durch den Pulk drücken kann, mit meinen Riesenfüßen bei mindestens fünf Nepalis einen bleibenden Eindruck hinterlasse und am Ende buchstäblich von der Ladefläche auf die Straße hinunterkippe. Abgesehen davon, dass der Westeuropäer an sich vielleicht nicht für Tuktuks gebaut ist, frage ich mich inzwischen auch ernsthaft, warum die Fahrer überhaupt Touristen mitnehmen. Auf den einen Platz, den ich auf einer Fahrt wegnehme, passen mindestens zwei Nepalis. Das ist doch für den Fahrer ein toales Minusgeschäft! Vielleicht ist das ja ein karitativer Akt und ebnet dem Fahrer den Weg ins Nirvana? I don’t know.

Jetzt breche ich erstmal wieder zum Sightseeing auf – hoffentlich im Taxi.

Streifenhörnchen invers – Baba feiert Diwali

Baba bekommt die Festtags-Tika aufgetragen

Angenehm menschenleer und staufrei war es in den letzten vier Tagen in Kathmandu. Grund dafür: Tihar, auch Diwali (spricht sich in etwa „Diepauli“), das Lichterfest zu Ehren der Göttin Lakshmi. Für dieses Fest werden die Häuser gereinigt und mit Blumenketten geschmückt. Von den Balkonen leuchten Lichterketten und Kerzen, Kinder und Musikanten ziehen von Haus zu Haus und spielen Lieder. Kuh und Hund kommen ebenfalls bei den Feierlichkeiten nicht zu kurz, denn auch sie werden mit Blumenketten und der Tika, dem roten Kraft- und Segenszeichen auf der Stirn, geschmückt. Und nachts werden Chinakracher gezündet. Und davon nicht zu knapp!

Dennoch, eine wirklich feierliche Stimmung – sei es ausgelassen oder besinnlich -, so wie wir sie von Heiligabend kennen, habe ich nicht erlebt. Was mich in meinem Eindruck bestätigt, dass der nepalesischen Mentalität überschwängliche Gefühlsbekundungen fremd sind. Ebenso wie das Bemühen, ein festliches Ambiente zu schaffen. Vielmehr scheint es, als ob Feierlichkeiten – ebenso wie die alltägliche Religiosität – geradezu nebenbei passieren. Ohne viel Aufsehen, ohne großen Aufwand – von Lichterketten und Böllern mal abgesehen.

So war es auch am Freitag, als ich wieder einmal zu Gast bei Aruns Familie war. An diesem Tag spenden Brüder und Schwestern sich im Rahmen von Diwali gegenseitig den Segen. Und da eine von Aruns Schwestern in den USA lebt, wurde ich kurzerhand als Ersatzschwester auserkoren. Bei meiner Ankunft lief natürlich wieder einmal der unvermeidliche Fernseher. Vielleicht habe ich da ja eine komische Einstellung, aber „Terminator Salvation“ erscheint mir nicht unbedingt die passende Hintergrundkulisse für einen Segen zu sein. Die Familie schien es allerdings nicht zu stören.

Im Wohnzimmer war bereits ein kleiner Altar aufgebaut, vor den sich zunächst die drei Brüder auf rote Kissen setzten. Dann sind die Schwestern an der Reihe: Sie reiben den Brüdern zunächst ein wenig Öl ins Haar und kämmen es dann, um im Anschluss Blüten auf deren Haar, Schultern, Knie und in die Hände zu streuen. Als nächstes beginnt mit dem Auftragen der Tika die Feinarbeit. Dem Anlass entsprechend handelt es sich nämlich nicht einfach nur um einen roten Batzen auf der Stirn, sondern um eine kunstvoll und farbenreich gestaltete Linie, die sich vom Haaransatz abwärts über die Stirn zieht.

Malen nach Zahlen

Ich hatte die Ehre, Arun unter Anleitung seiner beiden richtigen Schwestern „bemalen“ zu dürfen. Allerdings habe ich dabei Blut und Wasser geschwitzt – für solche Fitzelarbeiten habe ich einfach kein ruhiges Händchen – und hatte dauernd Sorge, die Reihenfolge der Farben durcheinander zu bringen und ihm dann womöglich den Teufel auf den Hals zu hetzen. Oder das hinduistische Äquivalent dazu.

Ist die Tika aufgebracht und mit einem großen roten Punkt am oberen Ende vervollständigt, legt man dem Bruder dann eine Blumenkette um und reicht ihm danach ein Tablett, auf dem sich neben Obst und Süßigkeiten in diesem Fall auch noch eine Schüssel Joghurt befand. Einen Löffel von letzterem musste ich Arun dann zum Abschluss des Rituals füttern. Gott sei Dank hab ich ihm das Zeug nicht übers Shirt geschüttet! Im Gegensatz zu ihm übrigens, denn nachdem die Brüder gesegnet waren, begann die gleiche Zeremonie für die Schwestern. Und da hat Arun dann am Ende gesaut.

Ich bin übrigens der weiße Riese in der Mitte ;o)

Trotz aller Nervosität war ich unglaublich glücklich während der Zeremonie -und bin es auch noch jetzt noch. Vor einem halben Jahr hätte ich nicht geahnt, dass ich jemals an so etwas teilhaben darf, dass ich überhaupt in Nepal sein werde. Und jetzt habe ich auch noch fünf weitere Geschwister. Kanns noch besser kommen?

Wenn der Sensenmann zweimal hupt

Maharajgunj Chokrapath - der Vorhof zur Hölle (auch wenns bei diesem Schnappschuß nicht so ausschaut)

Das Thema Verkehr brennt mir ja schon lange unter den Nägeln.  Aber nachdem ich mich heute an der Seite von Sanjay, meinem treuen Begleiter bei allen Fragen rund um den ÖPNV, mit dem Tuk Tuk nach Patan, der Zwillings- oder Nachbarstadt von Kathmandu gewagt habe, sind meine Eindrücke noch so nachhaltig, dass ich darüber berichten möchte.

Auf die Gefahr hin, dass ich mich wiederhole: Der Verkehr hier ist der blanke Wahnsinn!

Ja, ich weiß, jeder, der schon einmal in Asien Urlaub gemacht hat wird sagen: Mausi, das ist normal! Aber ich bin ein zartes Gemüt und bin noch immer ein bisschen überfordert.

Für alle, die ebenso wenig Vorstellung haben wie ich vor meiner Ankunft, hier eine kurze Beschreibung: Stellt Euch den Mittleren Ring (für alle österreichischen Leser den Gürtel in Wíen) zur Hauptverkehrszeit vor. Jetzt stellt euch vor, der Asphalt ist nur partiell vorhanden und wenn mit einer Vielzahl von Schlaglöchern von etwa 1 Meter Durchmesser durchzogen. Theoretisch haben in jede Richtung zwei Fahrzeuge Platz. Theoretisch. Praktisch passen auch 4 Autos plus 3 Mopeds/Motorräder auf zwei Spuren. Und die fahren unter permanentem Hupen ohne Rücksicht auf Verluste. Da wird von rechts überholt, von links überholt, quer über die gesamte Breite gefahren – bei Linksverkehr, wohlgemerkt.  Wenn überhaupt gefahren wird, denn in dieser Stadt herrscht fast toujours Stau.

Das absolut schwächste Glied in der Kette ist der Fußgänger. Wer hier eine Straße überqueren will, der muss Todesmut beweisen. Und ich übertreibe wirklich nicht! Meine Überlebenstaktik ist, dass ich immer warte, bis eine Gruppe Nepalis über die Straße rennt. Denen schließe ich mich dann an, renne mit und hoffe, dass die heranbrausenden Vehikel Erbarmen zeigen – und die Bremen funktionieren. Gibt es in Nepal eigentlich einen TÜV?

Besonders angsteinflößend sind die Momente, wenn einer der durchaus zahlreich vorhandenen Polizisten die Verkehrshunnen gebändigt hat und die darauf warten, dass sie wieder losfahren dürfen. Da stehen dann 30 Mopeds nebeneinander und hintereinander aufgereiht und lassen den Motor aufheulen. Wenn man an denen vorbei rennt, hat man den Eindruck, man überquert die Startlinie beim Moto GP kurz bevor die roten Lichter ausgehen.

Noch ärmer als der Fußgänger sind bestenfalls die Verkehrspolizisten, die in adretten blauen Unformen (inkl. Namensschild) und mit Trillerpfeife im Mund versuchen, den Verkehr an den neuraligischen Punkten zu ordnen. Ich selbst wohne in der Nähe einer solchen Kreuzung und hatte schon zweimal das Glück, dass ein Polizist Erbarmen mit mir hatte und mich über die Kreuzung gelotst hat. Ich bin ihnen für immer dankbar, sonst würde ich vielleicht immer noch da stehen! Und stelle fest: Gute Tage sind die, an denen ich nur einmal beinahe überfahren worden bin. Heute war übrigens so einer. ;o)

Out of order – Büroalltag auf Nepali

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Seit letzten Dienstag darf ich nun offiziell bei der Kathmandu Post „mitarbeiten“. Wobei der Begriff „arbeiten“ hier auch eher relativ gesehen werden muss. Auf meinem Bild seht ihr zum Beispiel, wie ein Büro um 11 Uhr morgens auch aussehen kann – nämlich leer. Und auch jetzt, um kurz nach zwei Uhr nachmittags, herrscht hier eher gähnende Leere denn betriebsamer Trubel.

Aber auch in anderen Punkten unterscheidet sich das Büro hier entscheidend von unseren. Zum Beispiel hat niemand Outlook offen. Das Programm ist zwar auf dem PC installiert, zumindest auf meinem, aber keiner benutzt es. Jetzt koennte man meinen, dass dann zum Ausgleich die Telefone noch häufiger läuten als sie es bei uns schon tun. Fehlanzeige! Denn: Für vier Arbeitsplaetze gibt es genau ein Telefon. Und das hat in den drei Stunden, die ich heute hier bin, bisher genau ein einziges Mal geklingelt.

Was ich auch bisher nirgendwo entdeckt habe, ist ein Drucker – oder gar ein Kopierer. Oder überhaupt Papier. Die Schreibtische sind alle leer, bis auf den Bildschirm. Es liegen auch keine Stifte herum oder so. Schmierzettel sind anscheinend hier nicht Usus und auch sonst scheint man sich die Notizen im Kopf oder auf dem PC zu machen, aber nicht ganz klassisch mit der Hand niederzuschreiben. Und ausdrucken oder kopieren muss man bei der Kathmandu Post offenkundig auch nicht wirklich etwas, denn sonst gäbe es ja einen Drucker oder Kopierer. Sehr seltsam. Andererseits: Das heißgeliebte Problem des Papierstaus ist den Kollegen hier dann sicher auch unbekannt.

Apropos Papierstau: Als ich gestern in die Redaktion kam, funktionierte das Internet nicht, was für eine Online-Redaktion ja eher ungünstig ist. Mein Lösungsweg wäre gewesen, einen lieben Kollegen aus der Technik anzurufen und um möglichst zeitnahe Hilfe zu bitten. Hier geht man technische Probleme anders an. Man wartet. Und zwar so lange, bis die „Floor Managerin“ im Büro ist (was nochmal gut eine Stunde dauerte), damit diese dann den entsprechenden Techniker anruft, um ihn über das nicht funktionierende Internet zu informieren. Ich hab zwar nicht begriffen, warum der Online-Kollege den Techniker nicht selbst angerufen hat, aber ich habe es mittlerweile auch aufgegeben, die Vorgehensweise der Nepalis zu hinterfragen.

Stattdessen werde ich mich jetzt wieder todesmutig nach draußen wagen und versuchen, den Bus zu meiner Unterkunft zu finden. Also: Daumen drüecken!

Essen für den Weltfrieden

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Essen, essen und immer wieder essen… Meine heimischen Erfahrungen mit nepalesischer Küche waren ja nicht wirklich berauschend. Und die Beschreibungen im Reiseführer ließen auch keine besonderen Höhepunkte erwarten. Aber das geschmackliche Minus, das meiner Meinung nach so überhaupt nicht vorhanden ist und bestenfalls in der unbestreitbaren Einseitigkeit von Reis und Linsen, Reis und Linsen und Linsen und Reis besteht, wird defintiv durch die Essensmengen ausgeglichen. Egal ob im Restaurant, bei „Ammaa“ (Mutter) daheim oder bei der gestrigen Essenseinladung bei Arun: Man isst hier für den Weltfrieden. Und das tatsächlich fast buchstäblich. Also zumindest, wenn man den heimischen Frieden wahren möchte.

Denn der Nepali an sich ist schwer gekränkt, wenn man nicht mindestens einen Nachschlag nimmt. Und der Deutsche, bzw. in diesem Fall eine sehr konkrete Deutsche, ist bisher jedesmal wieder so blöd gewesen zu denken, dass die gefühlten 27 Speisen, die am Anfang von jedem Essen stehen, auch die Hauptspeise mit beinhalten. Und hat sich immer brav nachgenommen. Fehler!

Beispiel gestern Abend: Aruns Ehefrau servierte uns handgeschnitzte kalte Pommes, Gurken- und Karottenschnipsel, ein kaltes, stark gewürztes Kartoffelgericht und eine Hühnerspeise, bei der ich den Eindruck hatte, man hat einfach ein ganzes Huhn in Stücke gehauen und dann serviert. Mit allem, aber gewürzt. Ach, und getrocknete Hülsenfrüchte gabs auch noch (vermutlich Linsen…). Judith wollte schon nach der Hälfte kapitulieren, ich hab ihr immer wieder Mut zugesprochen. Denn schließlich beschämt es den Gastgeber, wenn die Gäste nicht aufessen.

Hatte ich schon erwähnt, dass der Gastgeber nicht mitisst, sondern nur zuschaut?

Tapfer kämpften wir beide uns durch die Platten. Und tranken auch ganz folgsam das Gorkha-Bier auf, das hier in 650ml-Flaschen ausgegeben wird, also in ganz schönen Humpen. Denn, wie Arun uns informierte, auf das ausgetrunkene Bier folgt der Hauptgang.

Und dreimal dürft ihr raten, was es als Hauptspeise gab?! Richtig! Reis und Linsen, diesmal allerdings garniert mit Spinatgemüse.

Ich glaube, ich ernähre mich seit meiner Ankunft von nichts anderem. Abgesehen von den Pfannkuchen, die „Ammaa“ mir jeden morgen auftischt. Und erstaunlicherweise hab ich das nepalesische Nationalgericht (heißt übrigens Daal Bhaat) noch nicht über. Aber meinen Reis- und Hülsenfrüchtebedarf habe ich nach meinem Aufenthalt defintiv für dieses Jahr mehr als erfüllt.

Ein paar Worte zum Abschluß noch zum Ambiente der gestrigen Einladung: Judith und ich wurden in das Wohnzimmer der Familie geführt und durften auf zwei thronähnlichen Sesseln Platz nehmen. Der Fernseher lief brüllend laut im Hintergrund, zunächst mit einer Bollywood-Schmonzette, nachdem Arun das Zepter, sprich, die Fernbedienung übernommen hatte, abwechselnd mit englischem und italienischem Fußball. Mitgegessen hat er nur ganz am Ende und die  Frauen des Hauses blieben alle außerhalb des Wohnzimmers. Außer Aruns kecker Tochter, die sich immer mal wieder ins Zimmer schlich und uns beäugte. Sehr seltsam für mich. Für Clemens vielleicht die Traumvorstellung? ;o)

Das Ende des Abends kam dann auch abrupt mit den brav geleerten Tellern: In Nepal endet eine Essenseinladung mit Beendigung des Essens. Kein nettes Zusammensitzen hinterher. Kaum war das Essen zu Ende, sprang Arun auf und wir verabschiedeten uns von der Familie, die am Ausgang Spalier stand.

Auch wenn ich die Atmosphäre mitunter sehr befremdlich fand, muss ich sagen, dass die Einladung für mich sicher der zweite Höhepunkt nach Yoga war. Und ich muss sagen, dass ich mich auch ziemlich geehrt fühle, dass ich überhaupt Gast sein durfte. Denn Arun verriet uns, dass wir die ersten Volontäre waren, die bei ihm eingeladen waren. Hö hö , liegt sicher an meinem charmanten Wesen. ;o)

Soweit von mir. Ich schicke Euch viele liebe – und immer noch satte – Grüße!

Yoga mit Pöbel-Walter und: die Dusche läuft!

Yoga
Yoga bei Osho

Nachdem ich gestern primär mein Leid bezüglich Hygienestandard und Luftverschmutzung geklagt habe, melde ich mich heute mit eher amüsanten Erlebnissen.

Absolutes Highlight bisher: unsere Schnupperstunde gestern. Mit dabei zwei weitere Volontäre: Walter (Mitte 40, Werbemensch, ausgebrannt) und Judith, 20, auf der Suche nach einer beruflichen Lebensplanung und allergisch auf jede Art von Lärm. Zu dritt wurden wir zur „Om Family“ gebracht. Richtig, „om“ wie „oooohhhhmmm“ – ganz tief aus der Körpermitte. Und übrigens auch sehr Osho-lastig. Nachdem wir uns umgezogen hatten – inklusive Streifenhörnchen-Schlafanzughose, was bei Walter einen ersten Lachanfall ausgelöst hat – wurden wir in einen Raum mit meditativer Atmosphäre geführt, wo wir uns auf Yogamatten knien sollten. Unsere Lehrerin faltete dann die Hände vor der Brust – wir natürlich auch ganz folgsam – und dann: „Oooooohhhhmmmmm“. Und wieder „oooohhhhhmmmmm“. Ich blickte zu Walter, der in seinem froschgrünen T-Shirt und schwarzen Bade-(?)/Sporthose auch eher deplaziert und irritiert aussah und dann hat es mich vor Lachen buchstäblich zerrissen. Walter gings ähnlich, aber immerhin konnte er ein bisschen mehr Beherrschung an den Tag legen. Ich war wirklich willig, mich auf den Kurs einzulassen und habe mir die schlimmsten Dinge versucht vorzustellen. Aber jedesmal, wenn ich Walter glucksen hörte, gings wieder los und mein „Ooooohhhhmmmm“ wurde zu einem „Oooohahahah“. Auch vor der Türe wurde es nicht besser: Ein Blick durch das Fenster in den Yoga-Raum auf einen sichtlich um Entspannung bemühten Walter haben mir dann den Rest gegeben. Am Ende habe ich kapituliert und mich mit einem „I’m just not a yoga person“ zum Shoppen verabschiedet. Laut Judith und Walter war die Stunde dann wirklich ganz toll, aber selbst wenn ich jetzt dran denke, fange ich an zu lachen.

 
Den Abend haben Walter (den ich dann Pöbel-Walter getauft habe, weil er dauernd einen zynischen oder wahlweise sarkastischen Kommentar auf der Zunge hat), Judith, Arun, unser guter nepalesischer Geist, und ich in einem sehr leckern tibetischen Lokal verbracht und einen wirklich lustigen – und bierlastigen – Abend verbracht. Walter ist heute ab in ein buddhistisches Kloster. Vielleicht waschen sie ihm dort ja den Mund mit Seife aus. Würde ihm gut tun. ;o)
 
Das Duschproblem hat sich inzwischen übrigens gelöst. Nachdem ich Arun mein Leid geklagt habe, sind heute tatsächlich fünf Männer aufgetaucht, die sich dem Problem des fehlenden Duschkopfes in unserem Bad angenommen haben. Und siehe da, mit vereinten Kräften haben sie es geschafft und seit heute Nachmittag habe ich fließend kaltes Wasser. Juhu!
 
Zuvor hat Arun, der übrigens auf den Tag genau ein Jahr älter ist als ich, mich allerdings zu seiner Familie mitgenommen, damit ich mich da duschen kann. Das war mir dann tatsächlich ein bisschen unangenehm. Deutsche Großstadtzicke wanzt sich an unbeteiligte  nepalesische Familie an. Geduscht habe ich mich dann trotzdem. Ich nutze jetzt jede Gelegenheit! Und zum Abendessen bin ich dort morgen nun auch eingeladen. Darauf bin ich sehr gespannt. Werde nachher versuchen, irgendwo ein kleines Gastgeschenk aufzutreiben. Im Zweifel habe ich noch einen Beutel Aachener Printen. Die könnte ich dann als traditionelles deutsches Weihnachtsgebäck verkaufen. Ich werde berichten, wie es war.
 
Liebe, saubere, reine und wohlriechende Grüße aus Kathmandu!
 
 

Tempel, Tiere und erste Tiefpunkte

Baba am Shiva-Tempel

Tag 3 meines Nepal-Abenteuers ist gerade angebrochen. Und bevor meine Mitbewohnerin Nina heute in ihr Projekt abreist, nutze ich die Gelegenheit noch einmal, mir Ihren PC unter den Nagel zu reißen und kurz über die letzten Tage zu berichten.

Einen Ablauf meiner Sightseeing-Stationen erspare ich Euch – Ihr werdet nach meiner Rückkehr vermutlich eh zahlreiche Fotoabende zu diesem Thema überstehen müssen.

Lieber beschränke ich mich auf meine ersten Eindrücke von Kathmandu und den Nepalis.

Erstmal: Die Nepalis, die ich bisher kennengelernt habe, sind alle sehr, sehr freundlich und um mein Wohlergehen, vor allem auch in leiblicher Hinsicht, bemüht.  Allen voran meine Gastmutter, mit der ich mich leider nur mit Händen und Füßen verständigen kann, da sie kein Englisch und ich (noch) kein Nepali spreche und Arun, mein Betreuer von Karmalaya, der manchmal ein bisschen hektisch ist, aber ansonsten sehr umgänglich.

Kathmandu an sich war für mich ehrlich gesagt erstmal ein bisschen ein Schock: laut, voll und mit einer unglaublich verpesteten Luft. In der Gegend rund um meine Unterkunft ist das nicht ganz so schlimm, aber wenn man mit dem Taxi oder Tuk Tuk in der Stadt unterwegs ist, hat man manchmal den Eindruck, dass man erstickt. Ich kann mir bisher auch noch nicht vorstellen, wie ich jemals alleine den Weg ins Büro finden soll. Was vor allem auch daran liegt, dass ich überhaupt keine Orientierung habe. Weder weiß ich, wo ich wohne noch, wo ich hin muss. Gestern habe ich mir einen Stadtplan besorgt, aber auch der wird mir nicht viel weiterhelfen, fürchte ich, da Straßennamen hier eher eine Seltenheit sind.

Ansonsten ist die Stadt bevölkert von Straßenhunden. Wirklich, wo man hinschaut liegt einer. Meine Gastfamilie hat zwar einen eigenen Hund, aber ich habe den Eindruck, jedem Straßenhund gehts besser. „Jenny“, so heißt das Tier, fristet sein Dasein in einem vielleicht 1,5×1,5 Meter großen Zwinger, in dem sich er sich vielleicht gerade mal umdrehen kann. Und zum Fressen bekommt er unsere Reste, sprich Reis und Linsen. Manchmal höre ich ihn jaulen und das bricht mir fast das Herz.

Mein Zimmer vor Ort ist groß und geräumig und liegt im obersten Stockwerk eines Mietshauses. Küche und Bad sind gleich nebenan und außerdem gehört zum Stockwerk eine große Dachterrasse, auf der wir abends bisher immer nett zusammen saßen. Leider verlassen alle meine Mit-Volontäre heute bzw. morgen die Stadt und ziehen zu ihren Projekten, ab dann muss ich meine Abende wohl alleine auf dem Dach verbringen. Schade, denn so ein bisschen vertraute Umgebung bzw. vertraute Personen, mit denen man sich in der eigenen Sprache austauschen kann, sind schon sehr angenehm.

Einzig mit den sanitären Anlagen habe ich ein Problem. Erstaunlicherweise weniger mit der Toilette als mit der Tatsache, dass es keine Dusche, oder eher keinen Duschkopf und damit keine Dusche gibt. So muss ich mir einen Eimer mit Wasser vollaufen lassen und dann mit einem kleinen Schöpfer nach und nach Wasser über mich gießen. Das ist wirklich mühsam und kalt und bisher hatte ich auch noch nicht das Gefühl, jemals wirklich sauber geworden zu sein. Auch heute habe ich wieder auf das Haarewaschen verzichtet. Natur-Gefrisur muss auch gehen. Aber wirklich befriedigend ist das nicht. Dass das Wasser zusätzlich noch einen widerlichen Geruch und einen höchst seltsamen Geschmack hat, macht die Sache auch nicht besser. Ich werde also versuchen, mir Arun zu schnappen und ihn nach einer Duschalternative zu fragen. Sonst dreh ich irgendwann durch. Ja, ich bin eine verwöhnte Großstadtzicke.

Jetzt gehts erstmal weiter mit Sightseeing, einem kleinen Nepali-Kurs und einer Yoga-Schnupperstunde am Abend (die ich mangels passender Klamotten in meiner schwarz-weiß gestreiften Schlafanzughose absolvieren werde). Ich hoffe, das bringt mich meiner inneren Mitte und Gelassenheit wieder ein bisschen näher… ;o) Liebe Grüße aus Kathmandu!